Fragen und Antworten

Wir sehen große Chancen für die Versorgung von Darmstadt und Umgebung durch den partnerschaftlichen Zusammenschluss: Das AGAPLESION Elisabethenstift sorgt bereits seit vielen Jahren und mit einer langen Tradition für eine wohnortnahe medizinische Versorgung und steht für moderne Medizin, verbunden mit menschlicher Zuwendung. Die AGAPLESION gAG betreibt über 100 Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland. Und gehört mit innovativen Projekten im Bereich der KI zu den Vorreitern in Deutschland. Dieses deutschlandweite Know-How trifft auf das Know-How des Klinikums Darmstadt. Ein Maximalversorger, der mit innovativen Projekten Menschen in und um Darmstadt anzieht. Beide Partner wollen noch weitere innovative und zukunftsgerichtete Projekte, beispielsweise mit der Technischen Universität Darmstadt, anstoßen und sorgen mit ihrem Schulterschluss für eine langfristige Erfüllung der Versorgungsaufträge. 
Dies eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten: Wir können das Beste aus beiden Welten nutzen!

Zum 1. Juni 2026 nimmt die Holding offiziell ihren Betrieb auf.

  • Sven Axt (Kaufmännischer Geschäftsführer), Dr. Jörg Noetzel (Medizinischer Geschäftsführer) und Michele Tarquinio (Pflegerischer Geschäftsführer) werden ab dem 1. Juni 2026  gemeinsam die drei Gesellschaften leiten – das Dach der Holding sowie die beiden Standorte Campus Woog (Elisabethenstift) und Campus Mitte (Klinikum).

Damit der Vollzug der Südhessen Kliniken gGmbH wie geplant erfolgen konnte, wurde sowohl seitens der Gesellschaftervorsitzenden der AGAPLESION gAG als auch seitens der Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf aufschiebende Bedingungen verzichtet.
Diese befinden sich weiterhin in Bearbeitung: Zum einen die Bewilligung der Fördergelder, deren Freigabe noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Zum anderen die Genehmigung der steuerlichen Organschaft durch das Finanzamt Frankfurt am Main. Diese soll den Südhessen Kliniken künftig steuerfreie konzerninterne Einkäufe ermöglichen.

  • Zum 1.1. 2027 wird der neue Name Südhessen Kliniken an den Start gehen: Mit einer gemeinsamen neuen Homepage, mit ersten sichtbaren Beschilderungen und dann weiter über alle Kommunikations- und Marketingmaßnahmen ausgerollt.
  • Mit der Vergabe der IK (Institutionskennziffer) voraussichtlich ab 1.1. 2028– also ab dem Zeitpunkt, an dem wir offiziell ein Krankenhaus sind – werden wir gemeinsam das Team der Südhessen Kliniken mit den beiden Standorten Campus Woog (derzeit Elisabethenstift) und Campus Mitte (derzeit Klinikum) bilden.

Eines sind wir uns als Handelnde aber bewusst, nämlich der Verantwortung, die wir gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Standorten, in allen Bereichen, tragen. 
Deswegen gehen wir jeden Schritt durchdacht und jederzeit reflektiert. Denn wo ein einzigartiges Projekt startet, gibt es kein Handbuch, das wir befolgen können. Sondern wir sind angetrieben von dem Wunsch, die Gesundheitsversorgung in Darmstadt weiter auszubauen und einen sicheren Arbeitsplatz für Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen. Deswegen verpflichten wir uns dazu, keine betriebsbedingten Kündigungen auf Grund des Zusammenschlusses in den ersten fünf Jahren vorzunehmen, werden sukzessive einen einheitlichen Tarif, angelehnt an den TVÖD, einführen und sichern weiterhin eine tragfähige betriebliche Mitbestimmung zu. Dies sind einige der Eckpunkte die dann, im Rahmen der gemeinsamen Holding, weiter ausgearbeitet werden.
Als Arbeitgeber wissen wir, dass ein solches Vorhaben nur mit zufriedenen Mitarbeiter:innen gelingen kann. Deshalb werden wir weiterhin für gute Arbeitsbedingungen sorgen! 

Welche Auswirkungen hat die Holding auf die Unternehmensstruktur?

Zum 1. Januar 2026 wird eine Holding gegründet, die aus den Eigentümern des Klinikums Darmstadt sowie des AGAPLESION Elisabethenstift Darmstadt besteht. Ziel der Holding ist es unter anderem, das medizinische wie bauliche Konzept auszuarbeiten, die Zusammenführung von Leistungsbereichen zu besprechen sowie am Ende eine neue Gesellschaft/ein neues Unternehmen zu gründen, welches dann die beiden Standorte betreibt. 
Die neue Gesellschaft hat neben einer Geschäftsführung auch einen Aufsichtsrat und eine Gesellschafterversammlung, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der AGAPLESION gemeinnützige AG zusammensetzt. Die betriebliche Mitbestimmung wird zunächst durch die Mitarbeitervertretungen des EKE und durch die Betriebsräte im KDA vorgenommen. Später wird ein gemeinsamer Betriebsrat gegründet, der auch einen Wirtschaftsausschuss hat. 

Die Parteien streben für das neue Krankenhaus eine Angleichung der wesentlichen Arbeitsbedingungen - insbesondere im Hinblick auf Löhne und Gehälter - innerhalb von drei Jahren nach dem Zusammenschluss an. Dazu ist eine Überleitung aller Mitarbeiter:innen der Krankenhausbetriebsgesellschaften in ein einheitliches Tarifwerk in Anlehnung an den TVöD und in Anlehnung an die Tarifverträge des Marburger Bundes vorgesehen. 

Ziel ist es, eine gemeinsame Unternehmenskultur zu schaffen, die sich an der kulturellen Identität und den spezifischen Stärken beider Partner orientiert. Daran arbeitet bereits eine paritätisch besetzte Kulturgruppe. Diese hat ihre Arbeit bereits aufgenommen und folgende Zielsetzung erarbeitet: 
„Wir gestalten eine gemeinsame Gesundheitsversorgung in Darmstadt und Südhessen, die Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben, Weltanschauung oder Lebensform würdigt, schützt und stärkt. Dafür nutzen wir die Erfahrungen und Stärken beider kultureller Identitäten in einem beteiligungsorientierten, vertrauensbildenden und ergebnisoffenen Prozess. Das kulturelle Zusammenwachsen auf Augenhöhe und die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden ist entscheidend für das Erreichen der Ziele der Holding.“ 

Die Emilia Seniorenresidenz wird direkt unter das Dach der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingegliedert. Dies gilt ebenso für den hälftigen Anteil an der Kinderklinik Prinzessin Margaret. 
Seitens AGAPLESION gAG gehen in den Verbund ein: Das AGAPLESION Elisabethenstift, das medizinische Versorgungszentrum sowie die ELISABETHENSTIFT SERVICE GmbH. 

Wie mit den Tochterunternehmen des Klinikums Darmstadt, die Starkenburg Service GmbH und die Klinikum Catering Service GmbH, verfahren wird, wird in der Projektgruppe, die ab Mai/Juni 2026 an den Start geht, ergebnisoffen erarbeitet.